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Manipulation Nr. 2: Erzeugung von Angst

Aktualisiert: 12. Aug 2020

Storytelling:

Stellen Sie sich vor, Ihr Chef setzt eine Besprechung unter dem Titel "Bereichs Jour Fixe" an. In diesem Meeting erwarten Sie - nebst dem Chef - einer der Geschäftsführer und eine unbekannte Dame. Eine Kollegin hatte diesen Termin gar nicht erhalten, kam daher mit reichlicher Verspätung in das Meeting (direkt vom Mittagessen).


Der Geschäftsführer beginnt die Besprechung mit den Worten "Es gibt in dieser Abteilung eine Krise. Wir müssen den Elefanten suchen, der diese Krise verursachte".


Sonderbarerweise wußte niemand in der Abteilung von einer Krise. Sie kam "aus heiterem Himmel". Eine Kollegin sagte dies auch.


Die unbekannte Dame: Eine Coachingdame. Das Unternehmen findet sich auch auf Instagram. Das Bild stammt vom Instagram Account (Mai 2020). Das Unternehmen, dem die Coaching Dame angehört, steht auf meiner "Blacklisted"-Geschäftspartner - gesperrt somit für 7 Jahre.


Welches Instrument wurde hier eingesetzt?


das Instrument "Manipulation durch Erzeugung von Angst".

Menschen sind selten objektiv und lassen sich sehr stark von Gefühlen leiten. Gelingt es einem Präsentierenden, die Gefühle der Teilnehmer richtig „anzu-heizen“, verlieren die meisten Menschen ihre Vernunft und der Manipulation sind Tür und Tor geöffnet (ein gutes Beispiel hierzu sind die Massenveranstaltungen von „Motivationstrainern“, bei denen dann Tausende von Teilnehmer schreien und grölen …).


Angst lähmt das logische Denken und verstärkt sich psychologisch selbst. Je intensiver ein Präsentator diese Manipulationstechnik nutzt und die schrecklichen Folgen eines Verhaltens ausmalt, umso größer wird unsere Angst davor (wiewohl wir uns objektiv überhaupt nicht in Gefahr befinden!). Nahezu alle Manipulatoren schüren die Angst und verstärken ihr Verhalten oftmals noch mit Zeitdruck („Jede Sekunde kann es zu spät sein, stellen Sie sich doch einmal vor …‟).


Den Gefahren einer Manipulation von Gefühlen ist jeder umso stärker ausgesetzt, wenn andere daran beteiligt werden („Massenhysterie“).









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