Ist dieses Vergabeprozedere noch zeitgerecht? Was meinen Sie dazu?

Person X (Geschlecht: weiblich) hat sich bereits vor Monaten für das neue Bauvorhaben einer großen namhaften Genossenschaft in der Gemeinde Spillern angemeldet. Es wurde Ende Juni 2021 mit der Vermarktung begonnen, woraufhin die Person X seitens der Genossenschaft mit entsprechenden Informationen und Unterlagen kontaktiert wurde.


Von Anfang an bestand von der Person X großes und einziges Interesse für eine 3-Zimmer-Wohnung, da die Person X sich zum Anmeldezeitpunkt in einer Partnerschaft befand und der Einzug in eine dieser neuen Wohnungen zukunftsorientiert und langfristig gedacht war. Nun, nachdem das Schicksal nicht immer so mitspielt, wie es sollte, ist die Person X mittlerweile zwar wieder alleinstehend, aber nach wie vor interessiert an dem genannten Bauvorhaben und einer 3-Zimmer-Wohnung, da die Person sich hier gerne niedergelassen hätte - vor allem mit Blick in die Zukunft.


Nun ereilte der Person X ein Anruf, nachdem die Person X bereits für das Top XX vorgemerkt wurde, dass ihr eine 3-Zimmer-Wohnung nicht zustehen würde, da die Person X alleinstehend ist und diese für Paare und Familien vorgemerkt sind.


Von Seiten der Genossenschaft wurde von Anfang an suggeriert wurde, dass Person X sich für eine 3 Zimmer-Wohnung bewerbe, da sich Person X in einer Partnerschaft befinde. Der Anruf mit der Frage an die Person X „sie ziehen eh' mit ihrem Partner ein, oder?“ war das erniedrigendste an der gesamten Situation.

Person X empfand unglaubliche Diskriminierung ihr gegenüber als Frau.


Wie bereits betont, war der Person X ein großes Anliegen, sich in der Gemeinde Spillern langfristig niederzulassen.


Wer gibt eine Garantie dafür ab, dass Paare oder Familien nach Einzug in Wohnungen mit mehr als zwei Zimmern in der ursprünglichen Konstellation bestehen bleiben? Warum gibt man einer Frau nicht die Chance, hier in Zukunft Ihre Familie gründen zu können? Dieses Auswahlkriterium erscheint der Person X im Jahr 2021 absolut nicht mehr zeitgemäß.


Die Person X erhielt schriftlich zeitnah folgende Rückmeldung:

„Die vom Land NÖ geförderten Mietwohnungen werden abhängig von der Personenanzahl vergeben, dies entspricht den Grundsätzen für die Vergabe von Wohnungen durch unser Unternehmen und stellt keineswegs eine Diskriminierung dar. Ihnen wurde deshalb eine 2-Zimmer Wohnung angeboten, welche sie leider abgelehnt habe“..


Ist dieses Vergabeprozedere noch zeitgerecht? Was meinen Sie dazu?

Eine Lesermeinung dazu:


Das finde ich ziemlich heftig und kann sehr gut verstehen dass die Person sehr gekränkt ist. In gewisser Weise ist es ja Diskriminierung, da es nie eine Garantie gibt dass Paare zusammenbleiben, auch wenn die gemeinsam die Wohnung mieten.Oder wird die Person die nicht ausgezogen ist bei Trennung genötigt gleichfalls auszuziehen? Das denke ich nicht.Gerecht ist die Entscheidung nicht in meinen Augen.


#Diskriminierung #Respektlos #AnstandsloseFrage #Nichtmehrzeitgemäß

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